Dieses praktische Hilfsmittel ist in Vergessenheit geraten. Es hat an einem kleinen Ort Platz und ist sehr günstig. Es ist ein natürliches Produkt, das Stäbchen ist eine Holzfaserplatte und besteht nur aus Holz. Besonders geeignet ist der Kleine Rauch für JungimkerInnen bei der Ablegerbetreuung. So weicht die Angst schnell vor den Bienen! Wir verwenden diesen Kleinen Rauch auch sehr gerne beim Füttern mit Futtertaschen. Nur beim Auflösen sportlicher weiselloser Völker bleibt der Smoker das Mittel der Wahl.
Material: Brennmaterial: – Holzfaserplatte 12mm, „Steico isorel“ – hergestellt im Nassverfahren – Kosten CHF 4.65/m2 – Kosten für ein fertiges Stäbchen CHF 0.01 – Dimension: 16mm x 12mm x 120mm
Aluprofil: – Meterware, zuschneiden auf Länge 60 mm – Außenmaß: 20mm x 20mm – Innenmaß: 17mm x 17mm
Holzeinlage: – 3 mm Holzstück als Isolation – zeigt nach unten, wenn der Kleine Rauch auf die Beute oder den Rahmen gelegt wird
Verwendung: – Anzünden mit Feuerzeug – glüht rasch – Brenndauer ca. 30 Minuten – ist gut verträglich – Löschen: einschieben ins Aluprofil – Einsatz: Für fast alle Arbeiten am Bienenvolk.
Peter Falk, Nebenerwerbsimker Für Rückfragen wendet euch gerne an peter.falk@gmx.ch.
Belegstellenbericht der Sklenar-Belegstellen der „Friesische Inseln“ 2024
Die Sklenar-Belegstellen Borkum, Juist und Hamburger Hallig konnten entsprechend der Veröffentlichungen im Bienenmütterchen und unserer Internetplattform www.sklenarbund.de pünktlich eröffnet werden. Die Drohnenvölker auf der Insel Borkum werden ganzjährig auf der Insel gehalten. Auf der Insel Juist werden nur ein Teil der Drohnenvölker überwintert. Der Rest befindet sich in Apen oder bei dem Züchter der die Reservevölker bewirtschaftet. Auf der Hamburger Hallig werden die Drohnenvölker erst kurz vor der Saison verbracht. Die Insel ist sehr stark der Westwinddrift ausgesetzt und auch gegen Überflutung nicht sicher genug. Oben auf den Fotos sind die Wetterbedingungen nicht zu übersehen. Die Insel Borkum konnte ohne Probleme zum geplanten Termin eröffnet werden, da die Drohnenvölker gut entwickelt waren und auch genügend begattungsreife Drohnen hatten. Bei der Insel Juist hatte es einige Überwinterungsausfälle gegeben, sodass auf die 10 bei Wilhelm Renken gehaltenen Reservevölker zurückgegriffen werden musste. Der Eröffnungstermin war aber damit nicht in Gefahr. Die Drohnenvölker waren sehr gut entwickelt und hatten auch genügend begattungsreife Drohnen. Der Termin für die Beschickung der Hamburger Hallig musste verschoben werden, da die Drohnenvölker der vorgesehenen Linie 47/G/10 in einem AFB-Sperrbezirk standen. Daher musste nach Alternativen gesucht werden um überhaupt die Belegstelle eröffnen zu können. Die Zuchtwerte waren auch nicht optimal, sodass vorwiegend Imker aus der Umgebung die Belegstelle beschickt haben. Das Begattungsergebnis auf der Insel Borkum war mit 79% gut. Bei Juist war das Begattungsergebnis mit 63% relativ schlecht. Während der beiden ersten Durchgänge Mai/Juni und in der 3. Junidekade gab es viel Regen und böige Winde. Das schlechteste Ergebnis gab es seit langer Zeit auf der Hamburger Hallig mit 53%. Im Nachhinein kann festgestellt werden, dass nach der Einweiselung der jungen Königinnen in die Völker es die ersten Verluste gab, wo Königinnen umgeweiselt haben oder drohnenbrütig geworden sind. Im Allgemeinen gab es im Jahr 2024 ein durchwachsenes Begattungsergebnis auf allen Inseln. Die Ergebnisse sind auf der Homepage des Sklenarbundes https://sklenarbund.de/sklenar-belegstellen/inselbelegstellen-2/ unter den einzelnen Belegstellen als „Belegstellenbericht 2024“ oder dem Bienenmütterchen zu entnehmen.
Ein Beitrag von Günter Vorsatz, Präsident de IBSZ e. V.
Am 1.11.2024 bis 3.11.2024 fand in Hofgeismar/ Hessen die 3. Arbeitstagung des Projektes Varroaresistenz 2033 statt.
Am Freitag haben sich die AG Zucht, die AG Biotechnik, die AG Bildung und Wissenschaft und die AG Medien/Öffentlichkeit zu Beratungen getroffen.
In der AG Biotechnik, unter Leitung von Thomas van Pelt wurden in den letzten Wochen eine Strategie erarbeitet, die am Freitag noch einmal gefestigt wurde. Auch in den andern AG`s wurde die Strategie gefestigt. Die Ergebnisse in Struktur und Ziele wurden am 2.11. in der Nachmittagsveranstaltung veröffentlicht.
In allen AG`s wurde zum Ausdruck gebracht, es soll Vertrauen, Freude an der Imkerei entwickelt werden. Auch eine Motivation für das Neue „Völkerführung ohne Medikamente“ soll in die Imkerschaft getragen werden. Dabei sind Multiplikatoren ein wichtiger Baustein für die systematische Verbreitung in die Landesverbände und in die Imkervereine.
Am Vormittag des 2.11.2024 fand eine Vortragsreihe mit namhaften Wissenschaftlern statt.
Prof. Dr. Stephen Martin hat die Zusammenhänge der Belastung mit Varroamilben im Bienenvolk in verschiedenen Ländern der Erde erklärt und wie die Bienenvölker mit diesem Parasit umgehen. Natürliche Brutpausen und eine Verbesserung der Zuchtarbeit ist ein Ansatz zu varroaresistenten Bienen zu kommen.
Im Vortrag von Dr. Gertje Petersen wurde auf das genetische Potential zum Klimawandel und die daraus entstehenden Trachtveränderungen hingewiesen. Die Leistungsprüfung hat weiter eine hohe Bedeutung bei der genomischen Selektion der Honigbienen.
Im Vortrag „Projekt Vitalbiene“ von Frau Lena Frank wurde deutlich, die Kontrolle des natürlichen Milbenfall ist ein wichtiger Aspekt zur Erkennung der Varroapopulation im Bienenvolk. Der Überwinterungsindex ist eine Aussage zur Bienengesundheit und Leistungsfähigkeit. (Überwinterungsindex =Auswinterung der Bienen (WG) / Einwinterung der Bienen (WG)).
Der Präsident des DIB Herr Torsten Ellmann hat ein Positionspapier zum „Projekt 20233“ vorgetragen, welches von mehreren Verbänden und Instituten unterschrieben wurde.
Die Bedeutung des Nadeltestes und das VSH –Verhalten der Bienen wurde von Dr. Marina Meixner vorgestellt. Die Untersuchungen des Nadeltestes zu anderen Verfahren ist zurzeit das effektivste, wobei das Ausräumverhalten bei sehr Hygiene bewussten Völkern bei ca. 2 Stunden liegt. Neue Prüfverfahren werden untersucht und getestet.
Mit der 3. Arbeitstagung „Varroaresistenz 2033“ wurde ein weiterer Schritt zum Erreichen des Zieles festgelegt. Im Resümee muss festgestellt werden, es müssen viele Imker erreicht werden und dafür müssen die Verbände und Vereine motiviert werden.
IBSZ –Mitglieder in Hofgeismar
Michael Bandte, Eckhard Uhlenbruck, Marie Förster, Markus Müller, Günter Vorsatz, Leo Famulla, (Nicht auf dem Foto zu sehen ist unser Mitglied Hans-Peter Kühn)
Bericht von der 45. Mitgliederversammlung und Züchtertagung vom 20. – 22. September 2024 im Klosterhotel Wöltingerode
(Bericht von Hans-Heinrich Just)
Die 45. Mitgliederversammlung des IBSZ fand dieses Jahr im Klosterhotel Wöltingerode in der Nähe von Goslar statt. Von 16:00 bis 18:00 Uhr fand eine Vorstandssitzung statt. Danach wurde das gemeinsame Abendessen eingenommen. In der anschließenden Züchtersitzung wurden die Zuchtergebnisse der Insel- und Landbelegstellen diskutiert. Es war ein schwieriges Zuchtjahr und die Ergebnisse waren nicht befriedigend, geschuldet den Wetterkapriolen an der Küste. Die ersten Begattungsergebnisse waren deutlich unter dem Durchschnitt. Dr. Hoppe vom Länderinstitut Hohenneuendorf erklärte als Gastredner die Berechnungsgrundlagen für Beebreed in der Zuchtwertschätzung. Später folgte ein gemütliches Beisammensein in der Hotelbar.
Am Samstagvormittag besuchten auch einige Gäste aus der Umgebung die Tagung. Dr. Hoppe referierte über die genetische Verwandtschaft unserer Sklenarbiene mit den anderen Bienenrassen sowie über die Linienzucht. Berücksichtigt wurden sechs Evolutionslinien: Carnica, Melifera, Ligustica, Mazedonica, Afrika und Orienta. Bei der genetischen Untersuchung von über 2000 Bienenproben aus Deutschland und Europa fanden sich in den meisten Proben Spuren aller Rassen. Ursprungsland der Carnica ist Slowenien. Die Carnica in Deutschland hat deutliche Unterschiede zu Slowenien mit starken Merkmalen der Ligustica und Buckfast, wobei die Buckfast einen sehr großen Anteil der Carnica enthält. Die einzelnen Anteile sind in allen Proben sehr unterschiedlich verteilt. Die Untersuchungen wurden an Bienen vorgenommen, deren Rasse von den Imkern genannt wurden. Eine Linienzucht ist über die genetische Bestimmung nicht möglich, dies geht nur über eine Merkmalsuntersuchung.
Nach einer kurzen Pause hielt unser Sklenar-Züchterkollege Dr. Guillaume Misslin einen Vortrag über Varroa-resistente Bienen. Er erläuterte Vermehrungsprozess und Reproduktionsrate der Varroamilbe sowie die Virenbelastung. Ferner die Ernährung der Milbe vom Fettkörper an der linken Bauchseite der Biene. Dadurch wird die Biene in ihrer Immunität stark geschwächt und viel anfälliger für Viren. Am bekanntesten ist das Flügeldeformationsvirus. In den 1990er Jahren reichte die erste Behandlung im September mit 2000 – 6000 Milben, Verluste 10 – 15 %. In den 2000er Jahren erfolgte die erste Behandlung im Juli. Dabei fielen einige hundert Milben; die Verlustrate betrug 20% und mehr. Die Milben-Viren werden zunehmend aggressiver und der Betreuungsaufwand pro Volk steigt. Allerdings gibt es Völker, die die Milben in den Zellen erkennen und sie ausräumen. Dadurch wird die starke Vermehrung der Milbe verhindert (Hypothese: löchrige Brut könnte darauf hinweisen). Die Zucht mit einer 1-Drohnenbesamung zur Verbesserung der Varroa-Resistenz ist ein mühsames Unterfangen. Während die Züchter tagten, brachen die Züchterfrauen per Fahrgemeinschaft ins nahe gelegene Goslar auf, um durch die hübsche Altstadt zu schlendern und in einem Café beim Marktplatz den Vormittag ausklingen zu lassen. Am Samstagmittag fuhren wir zum Weltkulturerbe Rammelsberg. Der Besuch des Bergwerks startete unter Tage mit einem zünftigen Tscherpermahl. Auf Holzbrettern warteten Brot, Schmalz, Wurst, Schinken und Harzer Käse auf uns. Dazu gab es Bier und Wasser. Gut gestärkt folgte dann eine 90-minütige Führung durchs Bergwerk, die doch etwas anstrengend war und die schwierigen Bedingungen der früheren Zeiten aufzeigte.Im Anschluss ging es zurück zum Hotel.
Antje Bormann, die diese Tagung organisiert hatte, lud zur Besichtigung ihres Imkereibedarfsgeschäfts in Schladen ein. Einige Züchter schauten dort noch vorbei.
Vor dem gemeinsamen Abendessen folgte wieder ein Event: die einstündige Besichtigung der Klosterbrennerei mit anschließender Probe der „geistreichen“ Getränke, die am Folgetag im Kloster-Shop gekauft werden konnten. Beim unterhaltsamen und sachkundigen Vortrag des Brennerei-Führers verging die Zeit im Flug.
Am Sonntagvormittag wurde die formale Jahreshauptversammlung abgehalten, mit Bericht des Präsidenten, Kassenbericht und Kassenprüfung sowie Ehrungen.
Die 46. Mitgliederversammlung des IBSZ ist 2025 in Niederbayern vorgesehen und 2026 in Thüringen. Die Tagung klang mit einem gemütlichen Mittagessen bei bestem Wetter im Garten des Klosterkrugs aus. Schon jetzt freue ich mich auf das Wiedersehen mit unseren Zuchtfreunden im nächsten Jahr.
Günter Vorsatz, Präsident des internationales Sklenarbundes, war am 10. April online beim Imkerverein STADTBienen Monheim zu Gast und hat über den Sklenarbund und unsere Biene berichtet.
Der Vortrag wurde aufgezeichnet und kann auf YouTube angesehen werden: Link zu YouTube
Frühjahrstagung Nord 2024 des Internationalen Sklenarbundes Zur diesjährigen Frühjahrstagung Nord des Internationalen Sklenarbundes konnte Wilfried Götze am Sonntag, 18. Februar 2024 um 10.00 Uhr 17 Züchter im Autohof Schwarmstedt begrüßen. Er freute sich über die rege Teilnahme. Besonders begrüßte er den Präsidenten des Sklenarbundes, Günter Vorsatz. In einer Gedenkminute erinnerte Wilfried Götze und Hans-Heinrich Just an den langjährigen Züchterkollegen Heinz-Werner Breiholz, der vor kurzem im Alter von 87 Jahren verstarb. Im Rahmen seiner Begrüßung gratulierte Wilfried Götze dann unserem Präsidenten Günter Vorsatz zu dem ihm verliehenen Bundesverdienstkreuz. Die Versammlung schloss sich der Gratulation an. Günter Vorsatz bedankte sich für die Gratulation und berichtete kurz von seiner imkerlichen Tätigkeit und der Übernahme der 9/24 von Gerhard Frenzel. Im Anschluss berichtete Eckhard Uhlenbruck über die Entwicklungen bei beebreed.eu im Laufe des letzten Jahres. Leider gibt es dort einige unerfreuliche Veränderungen. Die Zuverlässigkeit des zuständigen Sachbearbeiters beim LIB lässt zu wünschen über. Einen Rückblick auf die 44. Mitgliederversammlung in Mistelbach, Niederösterreich, hielt Günter Vorsatz. Die Tagung fand anlässlich des 70. Todestages von Guido Sklenar an seiner ehemaligen Wirkungsstätte statt. Bereichert wurde die Tagung u.a. von Vorträgen des ehemaligen dortigen Belegstellenleiters, Herrn Schleining und des aktuellen Vatervolklieferanten, Herrn Oberhofer dessen Betrieb wir, ebenso wie die Belegstelle, besichtigten. Daniel Hürkamp berichtete über die Inselbelegstelle Juist. Hier wurden 2023 1898 Königinnen angeliefert. Als Drohnenvölker standen Töchter der 18-102-6/20 (H47) vom Züchterring Egge-Senne zur Verfügung. Es gab die leider üblichen wetterbedingten aber vor allem imkerbedingten, sehr unterschiedlichen Begattungsergebnisse. Dabei war der Schnitt bei 70,6 %. Jonas Simonsen berichtete über die Aktivitäten auf der Inselbelegstelle Hamburg Hallig. 2023 wurden 221 Königinnen aufgeführt. Als Mutter der Drohnenvölker stand die 15-228-1/19 (19/48) von Marius Meister zur Verfügung. Das Begattungsergebnis lag bei 70,1 %. Besonders erfreulich ist die steigende Zahl der Beschicker. Auf Borkum wurden 2023 411 Königinnen aufgeführt. Als Mutter der Drohnenvölker diente die 11- 03-7/19 (9/15) von Rudi Bauer. Das Begattungsergebnis lag bei 75 %. Die Drohnenvölker für Juist 2024 wurden von Daniel Hürkamp erstellt. Reservevölker wurden von Wilhelm Renken aufgebaut. Es kommt die Linie G10 von Wilhelm Renken zum Einsatz. Die Abstammungs- und Zuchtwertdaten wurden vorgestellt. Die Zuchtbuchnummer der Mutter lautet 17-168-8/21. Es stehen dank der Reserven ausreichend Völker zur Verfügung. Die Eröffnung ist für den 27.05.24 und die letzte Anlieferung ist für den 29.07.24 vorgesehen. Jonas Simonsen stellte die Drohnenvölker für Hamburg-Hallig vor. Die vorgesehene G10 stammt von Hans-Heinrich Just. Die Zuchtbuchnummer lautet 15-22-92/21. Die Eröffnung der Insel ist für den 8. Juni vorgesehen, die 2. Annahme erfolgt am 29.06.23. Wie auch in den Vorjahren wird um möglichst frühzeitige Anmeldung (spätestens Ende April) gebeten, damit die Planungen reibungslos ablaufen können. Das gleiche gilt für evtl. Abmeldungen. Auf Borkum stehen 2024 ebenfalls Königinnen der Linie G10. Diese werden von Rudi Bauer gestellt (Zuchtbuch-Nr. 11-3-13/21). Für die Drohnenvölker Juist 2025 wurde die Linie 9/15 von Eckhard Uhlenbruck, Zuchtbuch-Nr. 11-70-1521/22 ausgesucht. Sie zeigte in den vorgeschalteten Prüfungen hervorragende Ergebnisse. Die endgültige Entscheidung wird nach der Auswinterung getroffen. Für die Drohnenvölker Hamburg-Hallig 2025 wird die Entscheidung erst im Laufe der Saison 2024 getroffen. Als Linie ist die 9/24 vorgesehen. Für die Belegstellenköniginnen für Juist 2026 wurde sich über die möglichen Linien und Königinnenlieferanten ausgetauscht. Als mögliche Linie wurde die 9/26 ins Auge gefasst. Für 2027 wurde über die Organisation der Ringtausche gesprochen. Diese sollen als Vorbereitung für die Inselbeschickung durchgeführt werden. Günter Vorsatz, Matthias Überfeld und Helmut Heckmann werden für die 9/24 Prüfgruppen aufbauen. Für die 9/15 werden Jonas Simonsen und Eckhard Uhlenbruck, möglicherweise unter Mitwirkung von Guillaume Misslin, Prüfgruppen aufbauen. Auch innerhalb der Züchterringe wird es wieder zum Aufbau gemischter Prüfstände kommen. Der Kontakt zu den Züchtern anderer Regionen soll durch vermehrten Tausch auch überregional ausgebaut werden. Hier können sich gerne auch weitere Interessenten für den Aufbau von Prüfgruppen beim Verfasser des Protokolls melden. Zum Abschluss wurde das Thema Varroatolleranz 2033 besprochen. Es kam zu einem regen Erfahrungsaustausch zur Varroatolleranz und den möglichen Einflussfaktoren. Um 15.15 Uhr wurde die Versammlung beendet.
18/01/2024 – Erfurt: Verdiente Thüringerinnen und Thüringer werden mit dem Bundesverdienstorden der Bundesrepublik Deutschland am 18. Januar 2024 im Erfurter Kaisersaal ausgezeichnet. / Foto: Jacob Schröter (017623787412)
Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Die Thüringer Staatskanzlei hatte am 18.1. 2024 in den Kaisersaal, in Erfurt, zur Auszeichnung – das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland- eingeladen. Ministerpräsident Bodo Ramelow überreicht die hohe Auszeichnung, die von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verliehen wird, an Günter Vorsatz aus Drognitz.
Als ich am 26.10.2023 die Einladung zur Ordensübergabe bekommen habe, musste ich den Brief zweimal lesen. So eine hohe Auszeichnung „das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“ zubekommen ist etwas ganz besonderes, ich denke mehr geht nicht!
Ich möchte mich bei Imkerfreund Gerhard Rohm, Rolf Burger für die Antragstellung zur Auszeichnung ganz herzlich bedanken. Einen sehr großen Dank möchte ich meiner Familie, besonders meiner Frau aussprechen. Mit sehr viel Vertrauen und Verständnis konnte ich meine Imkerei aufbauen, und intensiv betreiben. Auch bei dene vielen Reisen zu den APIMODIA – Weltkongressen der Imker in Südafrika, Slowenien, Irland, Australien, Frankreich und Argentinien hat meine Familie mich sehr unterstützt, so konnte ich die Weltimkerei kennen lernen und viele Zusammenhänge verstehen.
Als Mitglied im Verein „Imker für Imker in Äthiopien e.V . weilte ich 2018 in Äthiopien um das Projekt kennen zu lernen und etwas praktische Hilfe leisten. Auf all diesen Fachreisen durfte ich sehr viele Erfahrungen sammeln und einige Zusammenhänge der Kulturen kennenlernen und verstehen.
Ein Dank geht auch an die Mitglieder des IV Wurzbach u.U. Frankenwald e.V., deren 1. Vorsitzender ich bin. Meine vielen Ideen haben die Vereinsmitglieder in der Vielzahl mit unterstützt und mit entwickelt. Hervorheben möchte ich unsere Vereinsjubiläen 110; 120 und 125 Jahre IV Wurzbach sowie die Teilnahmen am Bienenzucht und Bestäuberpreis, der vom Thüringer Ministerium ausgeschrieben wird. Es haben sich sehr viele Mitglieder in die Projekte mit eingebracht.
Danke möchte ich auch allen Imkerfreunden im „Internationalen Bund der Sklenarbienenzüchter e.V.“ sagen. Sie haben mir das Vertrauen 2017 und 2021, zur Wahl zum Präsidenten gegeben. In unseren Verein „Internationalen Bund der Sklenarbienenzüchter e.V.“ haben sich Imker aus vielen Ländern Europas zusammengeschlossen und seit 1955 den Verein gegründet, entwickelt, gefestigt und bis zum heutigen Tag erhalten.
Den Imkerfreunden vom LV Thüringer Imker e.V. möchte ich auch Danke sagen, denn die Wahl in den Vorstand des LV Thüringer Imker e.V. seit 2002 zeigt ein Vertrauen in meine Vorstandsarbeit. Im Jahr 1990 habe ich den LV Thüringer Imker e.V., in Oberhof mit gegründet. In diesen vielen Jahren konnte ich den LV Thüringer Imker e.V. mit aufbauen, mit weiter entwickeln aber auch mit festigen.
All diese Arbeit, in den Vereinen und Verbänden habe ich in Ehrenamtlicher Arbeit geleistet.
Es war für mich eine Freude, vielen Imkern, meine imkerlichen Erfahrungen weiter zu geben.
Ich hoffe und wünsche, dass die Imker in Deutschland, Europa und auch in der Welt im Verband der APIMONDIA weiter eng zusammenarbeiten. Das Projekt „Varroa 2033“ ist dabei der Anfang. Auch hier bringe ich mich aktiv mit ein.
Wer in Deutschland Bienenvölker über die Kreisgrenze hinweg verbringt, benötigt bekanntermaßen für seine Bienen eine Seuchenfreiheitsbescheinigung („Gesund-heitszeugnis). Geregelt ist dies in §5 der Bienenseuchen-Verordnung. Es gilt die Freiheit von Amerikanischer Faulbraut zu bescheinigen. Der Veterinar des Herkunfts-Landkreises stellt nach entsprechender Untersuchung eine Bescheinigung aus, dieses wird dem Veterinäramt des Ziellandkreises nach Verbringung der Bienenvölker vorgelegt.
Das Bienenmütterchen 01/03 2024, Seite 9
So auch geschehen im Juni 2022, als ein Berufsimker seine Bienenvölker aus Rheinland-Pfalz in die Akazienblüte nach Brandenburg verbrachte. Die brandenburgische Veterinärin hielt diese Bescheinigung aus Rheinland-Pfalz für nicht ausreichend, weil nur eine klinische Untersuchung erfolgt war, und forderte eine erneute Untersuchung der Bienenvölker. Diesmal sollten die Völker bakteriologisch über Futterkranzproben untersucht werden. Gegen die Untersuchungsanordnung klagte der Imker erfolgreich. Eine Rechtsgrundlage für die Anordnung der Veterinärin könne weder aus nationalen noch aus EU- Verordnungen* abgeleitet werden (Verwaltungsgericht Potsdam Urteil v. 9.10. 2023 VG 6 K 1241/22). Zum Sachverhalt äußert sich der Rechtsanwalt des Imkers, Markus Achtélik aus Berlin, wie folgt: „Wir konnten das Verwaltungsgericht Potsdam davon überzeugen, dass eine amtlich ausgestellte Wanderbescheinigung in der gesamten Bundesrepublik gilt und nicht in jedem Landkreis erneut mittels anderer Untersuchungsverfahren hinterfragt werden darf. Das ist für die Wanderimker wichtig, da sie teilweise für bestimmte Trachten nur kurze Standzeiten haben und nicht jedes Mal eine neue Untersuchung oder Beprobung der Bienen durchführen können. Mit dieser Entscheidung konnten wir der deutschen Imkerschaft etwas Rechtssicherheit hinsichtlich dieser unklaren Rechtsfragen zur Gesundheits-bescheinigung für Bienen verschaffen.“
*Seit dem 21.4.2021 ist die EU Verordnung (EU) Nr. 2016/429 auch in Deutschland umzusetzen. In dieser Verordnung wird die Amerikanische Faulbrut als Seuche in die Kategorie D und E eingestuft. Demnach sind Maßnahmen zu treffen, um eine Ausbreitung beim Eintritt in die EU oder beim Verbringen zwischen den Mitgliedstaaten zu treffen. Tilgungsmaßnahmen oder -programme werden nur bei Seuchen der Kategorie A, B und C angeordnet. Nationale Vorschriften (z.B. die deutsche Bienen-seuchen-Verordnung aus 1972 zuletzt in 2014 geändert) dürfen dem EU Recht dieser Verordnung nicht entgegen stehen. Eine Umsetzung in nationales Recht ist nach mehr als zwei Jahren immer noch nicht vollzogen.
Ansprechpartner Markus Achtélik Wichertstr. 52 10439 Berlin Prenzlauer Berg
Belegstellenbericht der Sklenar-Belegstellen der „Friesische Inseln“ 2023 Die Sklenar-Belegstellen Borkum, Juist und Hamburger Hallig konnten entsprechend der Veröffentlichungen in der Presse und dem Internet pünktlich eröffnet werden. Die Drohnenvölker, die auf den Inseln überwintert hatten, waren trotz oftmals widrigen Umständen gut entwickelt und hatten zum Zeitpunkt der Eröffnung genügend Drohnen. Ob sie alle begattungsreif waren ist teils umstritten, da es von einigen Imkern auf Grund von Fehl- oder Nichtbegattung angezweifelt worden ist. Besonders das Begattungsergebnis auf der Insel Borkum war wegen des frühen Öffnungstermins ab 14.5.23 sehr schlecht. Die Temperaturen ab dem 14.5. lagen bis zum 10.6. tagsüber zwischen 16-18°C und nachts bei 7-10 °C. Sollten doch Königinnen bei diesen Temperaturen ausgeflogen sein, dann ist es fraglich ob auch genügend Drohnen ausgeflogen sind. Die optimale Temperatur für eine gute Begattung liegt bei mindestens 21 °C, besser höher. Gefährlich sind auch Windböen oder kurzfristig einsetzender Regen, was auf den nordischen Inseln fast immer vorkommen kann. Aus diesem Grund wird die Insel Juist nicht vor Ende Mai eröffnet, denn hier treffen ähnliche Bedingungen zu. Meist ist die erste Anlieferung auch auf der Insel Juist von einer schlechten Begattung betroffen. Man kann aber auch die Züchter und Imker verstehen, die aus dem Süden kommen, die bessere klimatische Bedingungen haben und bereits die Königinnenzucht im April starten möchten. Falsch wäre es, wenn den Belegstellen die Schuld für eine schlechte Begattung gegeben wird. Auch die Belegstelle Hamburger Hallig, die ab Anfang Juni öffnet, macht da keine Ausnahme, denn die liegt absolut in der Westwinddrift. Ab dem 5-10. Juni ändert sich meist die Wetterlage auf sonnigere Tagestemperaturen über 20 °C. Zu beachten ist noch die Zeit der sogenannten „Schafskälte“. Sie bezeichnet einen Kälteeinbruch im Juni, aufgrund von feucht kühler Lufteinströmung aus Nordwesten, wodurch es ein Absinken der Temperatur von bis zu 10 °C ab Mitte Juni geben kann. Erst ab der 3. Junidekade sind stabilere Temperaturen von deutlich über 20-28 Grad zu erwarten. Die Begattungsergebnisse liegen dann meist deutlich höher. Auch Begattungsergebnisse von 100% sind dann keine Seltenheit. Deshalb meine Bitte an die Imker, die nordischen Inseln bei der ersten Beschickung nur moderat entsprechend der Wetterprognosen zu nutzen. Eine erfolgreiche Königinnenzucht ist nicht die Frühzucht, sondern eine über den gesamten Zeitraum von Juni bis August. Die besten Begattungen sind zu erwarten, wenn die Völker in der höchsten Entwicklung sind und die Drohnen noch nicht abgetrieben werden. Um ein Abtreiben der Drohnen auf den Belegstellen zu verhindern, werden Drohnenvölker regelmäßig gefüttert, solange keine Tracht vorhanden ist. Völker die trotz Tracht im Juli aus dem Strandflieder mit dem Drohnenabtrieb beginnen, werden entweiselt. Entweiselte Völker halten ihre Drohnen auch noch nach der Zugabe der neuen und für das nächste Jahr vorgesehenen Königin bis zum Beginn der zweiten Brutperiode. Das ist dann schon der Zeitpunkt wo die Belegstelle geschlossen wird. Im Allgemeinen gab es im Jahr 2023 ein gutes Begattungsergebnis auf allen Inseln. Die Ergebnisse sind auf der Homepage des Sklenarbundes https://sklenarbund.de/sklenar-belegstellen/inselbelegstellen-2/ unter den einzelnen Belegstellen als „Belegstellenbericht 2023“ zu entnehmen.
Liebe Sklenarfreunde, da sitzt man vor Bergen von Bienenmütterchen und denkt, was soll man daraus entnehmen. Einige Jahrgänge überspringt man lieber, weil sie sich aus heutiger Sicht nicht gut lesen. Aber auch das ist ein Teil der Imkergeschichte.
Das Bienenmütterchen 10/12 2023, Seite 8
Dann fällt mir der Juni 1950 des Bienenmütterchens in die Hände, Guidos 80igstes Lebensjahr. Ein Herr Billeb war der Vorstand des Sklenarbundes. Es scheint, dass es das Jahr der Wahrheit wird. Die Frage ist halt immer, welcher Wahrheit. Es sind die Jahre, in denen Sklenar und seine Anhänger und Peschetz offen ihre Streitigkeiten austragen. Peschetz, der mit seiner sehr speziellen Selbstwahrnehmung und Einschätzung mit seinem Konkurrenzblatt «Der Carnika Züchterring» kein gutes Haar an der Sklenarbiene und deren Zucht lässt. Mit seinem langen Aufsatz «Züchten wir richtig» versucht er, die Carnicazüchterwelt zu spalten. Er schreibt: «Was da aber so ängstlich behütet, zusammengetragen und gekört wurde, waren mit ganz geringen Ausnahmen – Bastarde!» So wundert es einem nicht, dass die andere Seite, die Anhänger von Sklenar, Informationen einholen oder erhalten. Einer dieser Wahrheitsartikel aus 1950 heisst: «Merkwürdiges aus Oesterreich». Irgendwie erinnert er ein bisschen an die heutigen Streitigkeiten bezüglich der richtigen Biene in Kärnten und es zeigt mir persönlich, dass man an dem was man hat sich freuen und nicht alles so verbissen sehen sollte.
Ich wünsche euch einen wunderschönen Herbst und viel Freude und Glück mit den Bienen.
Ingrid Vitali
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